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So stieg der FC Vaduz wieder in die Brack Super League auf

28. Mai 2026

DCL

BSL

Der FC Vaduz sicherte sich in der Saison 2025/26 den Meistertitel der dieci Challenge League und damit den Aufstieg in die Brack Super League. Gemeinsam mit den Daten von Stats Perform werfen wir einen Blick auf die Zahlen hinter der erfolgreichen Saison der Liechtensteiner – von dominantem Ballbesitz über intensives Pressing bis hin zu ihrer aussergewöhnlichen Stärke bei Standardsituationen.

Das Aufstiegsrennen entwickelte sich bis zur letzten Runde zu einem echten Drama. Nachdem der FC Vaduz in der zweitletzten Runde das Direktduell gegen den FC Aarau spät mit 1:2 verlor, mussten die Liechtensteiner die Leaderposition erstmals seit der 15. Runde wieder abgeben. In der letzten Runde kam Aarau gegen Yverdon Sport jedoch nicht über ein 2:2 hinaus, während Vaduz mit einem 3:1-Erfolg beim FC Wil 1900 den direkten Aufstieg perfekt machte.

Mit 81 Punkten stellte der FC Vaduz gleichzeitig einen neuen Klubrekord in einer Challenge-League-Saison auf. Überhaupt holten nur zwei Teams in der Geschichte der dieci Challenge League mehr Punkte.

Challenge-League-Teams mit den meisten Punkten

TeamSaisonSpieleSUNToreGTTDPunkteSchlussrang
FC Zürich2016/17362673913061851
Neuchâtel Xamax2017/18362673823943851
FC Vaduz2025/26362565754134811
FC Aarau2025/26362556774730802
Servette FC2018/19362475903753791
FC Sion2023/243623103722349791
FC Luzern2005/06342473693336791

Für den FC Vaduz ist es bereits der vierte Aufstieg in die Super League – dreimal direkt und einmal via Barrage. In der Saison 2026/27 bestreiten die Liechtensteiner ihre insgesamt sechste Spielzeit in der Brack Super League.

Bislang stieg der FC Vaduz zweimal direkt wieder ab (2008/09 und 2020/21), einmal konnte sich der Klub hingegen gleich drei Saisons am Stück in der höchsten Schweizer Liga halten – von 2014/15 bis 2016/17.

Ein funktionierendes Kollektiv

Die Offensive des FC Vaduz war in der Aufstiegssaison nicht von einzelnen Spielern abhängig. Insgesamt 19 unterschiedliche Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein – so viele wie bei keinem anderen Team der dieci Challenge League 2025/26.

FCV-Torschützen – DCL 2025/26

SpielerSpieleTore
Marcel Monsberger3510
Dominik Schwizer309
Brian Beyer158
Ronaldo Dantas Fernandes357
Stephan Seiler336
Milos Cocic185
Nicolas Hasler305
Ayo Akinola184
Jonathan De Donno203
Luca Mack333
Gabriele De Donno192
Angelo Campos252
Liridon Berisha252
Niklas Lang292
Mats Hammerich302
Alessio Hasler31
Florian Hoxha141
Javi Navarro181
Denis Simani201

In den letzten zehn Saisons gab es nur bei drei Teams noch mehr unterschiedliche Torschützen in einer Challenge-League-Saison – zuletzt in der Vorsaison beim FC Thun mit 21 verschiedenen Torschützen.

Zudem erzielten von den FCV-Feldspielern mit mindestens 1000 Einsatzminuten nur zwei keinen Treffer: Mischa Beeli und Cédric Gasser.

Monsberger und Schwizer als Schlüsselspieler

Auch wenn der FC Vaduz vor allem als funktionierendes Kollektiv überzeugte, ragten einzelne Spieler dennoch heraus.

Marcel Monsberger war der einzige Vaduzer mit einer zweistelligen Anzahl Tore. Seine zehn Treffer bedeuteten gleichzeitig Platz 11 in der Torschützenliste der gesamten Liga. Auffällig dabei: Fünf seiner Tore erzielte der 25-jährige Österreicher per Kopf – mehr Kopfballtore gelangen einzig Elias Filet vom FC Aarau (9).

Dominik Schwizer war der Vaduzer mit den meisten Torbeteiligungen. Der 29-jährige Linksverteidiger kam auf 17 direkte Torbeteiligungen (9 Tore, 8 Assists) und belegte damit Platz 8 der Topscorerliste.

Besonders beeindruckend war seine Serie zwischen der 17. und 22. Runde: Schwizer traf in sechs Ligaspielen in Folge. Einen solchen Lauf schaffte in dieser Challenge-League-Saison nur ein weiterer Spieler – Itaitinga vom Etoile Carouge FC.

Starkes Passspiel als Grundlage

Der FC Vaduz stellte in der Saison 2025/26 die beste Defensive der Liga (41 Gegentore) sowie die zweitbeste Offensive hinter dem FC Aarau (75 Tore gegenüber 77).

Eine wichtige Grundlage dafür lag in der Spielanlage der Liechtensteiner.

FC Vaduz – DCL 2025/26

KategorieWertLigarang
Ballbesitz58.3%1
Pässe pro Spiel5431
Passquote84.3%2
Sequenzen mit 10+ Pässen4791

Der Ansatz des FC Vaduz unterschied sich dabei deutlich von jenem des FC Aarau. Während Vaduz auf Kontrolle und Ballbesitz setzte, hatte Aarau die tiefste Passquote der Liga (77.3%) und spielte die zweitwenigsten Pässe pro Spiel (383 – nur AC Bellinzona mit 368 weniger).

Die Spielkontrolle verband der FC Vaduz gleichzeitig mit intensivem Pressing. Die Liechtensteiner verzeichneten die geteilt meisten Pressingsequenzen (530), die meisten hohen Ballgewinne (350) sowie die höchste Balleroberungslinie der Liga (44 Meter vor dem eigenen Tor).

Standards als entscheidende Waffe

Besonders gefährlich war der FC Vaduz in der Aufstiegssaison nach ruhenden Bällen. Insgesamt 33 der 75 Tore erzielten die Liechtensteiner nach Standardsituationen – absoluter Liga-Höchstwert.

Auch anteilig war kein Team erfolgreicher: 44 Prozent aller Vaduzer Tore entstanden nach Standards. Der FC Aarau als zweitbestes Team kam auf 23 Standardtore – zehn weniger als der FCV.

Besonders auffällig waren dabei zwei Kategorien:

  • Die 14 Tore nach Eckbällen waren mindestens sechs mehr als bei jedem anderen Team der Liga (8 beim FC Stade-Lausanne-Ouchy).
  • Gleich sechs direkte Freistosstore gelangen dem FC Vaduz:
    • viermal Dominik Schwizer
    • einmal Stephan Seiler
    • einmal Ronaldo Dantas Fernandes

Zum Vergleich: Die übrigen neun Teams der dieci Challenge League erzielten zusammen lediglich acht direkte Freistosstore.

Standardsituationen scheinen generell ein Erfolgsrezept für Aufsteiger zu sein: Bereits in der Vorsaison erzielte Aufsteiger FC Thun mit 32 Treffern die meisten Standardtore der Liga.