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Reaktion der SFL auf das Vorgehen von GC

16. Mai 2026

BSL

Der Grasshopper Club Zürich hat im Meisterschaftsspiel vom Samstagabend gegen den FC Lausanne-Sport zahlreiche Spieler aus dem Nachwuchsbereich eingesetzt. Gleichzeitig trat der Zürcher Klub mit seinem U21-Team in der Meisterschaft der 1. Liga Classic nicht zum Spiel gegen den FC Courtételle an. Die Partie wurde mit einer 0:3-Forfaitniederlage gegen GC gewertet. 

Die Swiss Football League kritisiert das Vorgehen des Grasshopper Club Zürich in aller Deutlichkeit. Dass das U21-Team des Klubs nicht zu einem Meisterschaftsspiel der 1. Liga Classic antritt, weil zahlreiche Nachwuchsspieler im Meisterschaftsspiel der Brack Super League gegen den FC Lausanne-Sport eingesetzt werden, ist aus Sicht der SFL mit dem Fairplay-Gedanken und der Verantwortung eines professionellen Klubs schlecht vereinbar.

Die Aufstellung einer Mannschaft liegt in der sportlichen Verantwortung eines Klubs. Diese Verantwortung endet jedoch nicht bei der 1. Mannschaft. Die sportliche Freiheit bei der Kaderplanung darf nicht dazu führen, dass ein anderes Team desselben Klubs ein angesetztes Meisterschaftsspiel nicht bestreiten kann.

Besonders problematisch ist, wenn das Nichtantreten Auswirkungen auf sportliche Entscheidungen einer Meisterschaft haben kann. Damit wird die Integrität eines laufenden Wettbewerbs tangiert. Die SFL erachtet dieses Vorgehen als unsportlich.

Für ihre eigenen Wettbewerbe wird die SFL anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom Montag, 18. Mai 2026, eine Reglementsanpassung vorschlagen. Diese soll die Klubs verpflichten, in jedem Meisterschaftsspiel eine Mannschaft einzusetzen, die der sportlichen Leistungsfähigkeit des Klubs entspricht. Der absichtliche Einsatz eines offensichtlich massiv geschwächten Teams soll künftig unabhängig von der Motivation des Klubs disziplinarisch sanktioniert werden können.