Einführung des Profitums im Schweizer Spitzenschiedsrichterwesen
31. Aug. 2026
SFL
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«Der Verband hat den Anspruch, dass die besten Schiedsrichter und VAR die Schweiz regelmässig an internationalen Turnieren und Wettbewerben vertreten. Deshalb ist nur konsequent, dass die Besten im Profibereich möglichst viele Spiele leiten und in Funktionen im Video Operation Room im Einsatz stehen. Darum war dieser nächste Schritt wichtig und richtig für alle Parteien. Unser Dank geht darum an die SFL, die Klubs und alle Involvierten», sagt SFV-Zentralpräsident Peter Knäbel.
«Die Anforderungen an die Schiedsrichter haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Mit dem VAR, der zunehmenden taktischen Komplexität und der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit steigen auch die Ansprüche. Die Klubs erwarten zu Recht Top-Leistungen. Deshalb sind sie bereit, Verantwortung zu übernehmen und in die notwendigen Rahmenbedingungen zu investieren», erläutert SFL-CEO Claudius Schäfer. Konkret bedeutet dieses Investment, dass die SFL-Klubs einer Erhöhung des Budgets um 700'000 Franken zustimmten.
Im Zusammenhang mit der Professionalisierung sind die Anstellungsbedingungen der sieben FIFA-Referees per 1. Juli 2026 angepasst worden. Grundsätzlich wurden die Pensen auf maximal 80 Prozent erhöht, ebenso jenes des einzigen zur Top-Kategorie gehörenden Video Assistant Referees Fedayi San. «Als Vollprofis wird den Schiedsrichtern ermöglicht, ihren vollen Fokus auf den Fussball und das Privatleben auszurichten. Schiedsrichter/in zu sein, wird damit zum Beruf», sagt Dani Wermelinger, Leiter Ressort Spitzenschiedsrichter. «Wir erhoffen uns dadurch auch eine Signalwirkung für junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, dass es möglich ist, in der Schweiz eine Karriere als Vollzeit-Referee zu machen.»
Auch bei den übrigen Schiedsrichter/innen der Super League wurden die Pensen angehoben (auf maximal 40 Prozent), jene der Challenge-League-Referees auf maximal 20 Prozent.
Diverse flankierende Massnahmen
Die Professionalisierung des Spitzenschiedsrichterwesens umfasst neben den neuen Anstellungsbedingungen zahlreiche flankierende Massnahmen: Effizienteres Gestalten von Administrationsprozessen, Vor- und Nachbereitung der SFL-Runden mittels Spielanalysen, Optimierungen im athletischen und medizinischen Bereich (u.a. durch engeres Monitoring und individuelles Anpassen von Trainingsplänen), Ausbau im kommunikativen Bereich rund um das Spitzenschiedsrichterwesen mit bereits eingeführten Formaten wie der Offenlegung der Audio-Kommunikation bei umstrittenen Entscheiden oder dem Zeigen des VAR-Outputs bei einer Intervention auf den Bildschirmen in den Super-League-Stadien oder der Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Klubs durch Besuche vor dem Saisonstart.


