Welche Klubs vertrauen auf junge Schweizer Spieler?
03. Feb. 2017
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Vor Beginn der zweiten Phase der Schweizer Meisterschaft 2016/17 darf man einigen Mannschaften der Swiss Football League (SFL) ein Kränzchen winden. Darunter dem Grasshopper Club und dem FC Chiasso, die in den ersten 18 Runden je 7 U21-Spieler – also geboren 1995 oder noch jünger - in ihrer Startelf auflaufen liessen. In dieser spezifischen Tabelle folgen auf die Zürcher und Tessiner die Neuenburger vom Neuchâtel Xamax FCS, der FC Winterthur, der FC Wohlen (6), sowie der FC Lausanne-Sport und der BSC Young Boys (je 5). Der FC Basel und der FC Lugano beriefen bisher keinen U21-Spieler mit Schweizer Pass - oder für eine Schweizer Auswahl in Betracht kommenden Spieler - in ihre Startelf (siehe untenstehende Aufstellung).
Zukünftiger Sittener Milosavljevic sticht heraus
Gemessen am Total der Einsätze in der Startformation liegt der FC Wohlen an erster Stelle (48/somit gingen rund Viertel aller 198 möglichen Stammplätze an U21-Spieler) und der FC Lausanne-Sport (47/darunter 30 allein durch Captain Olivier Custodio und Samuele Campo). Es folgt der FC Chiasso mit 38 Einsätzen. 17 davon absolvierte der künftige Sion-Spieler Nikola Milosavljevic. Er ist damit der in der Startelf meisteingesetzte U21-Spieler der Liga. Dahinter liegt der FC St. Gallen (32), wo Silvan Hefti die Hälfte der Einsätze absolvieren durfte.
35 Spieler haben bereits für Klub gepunktet
Das Vertrauen in Nachwuchsspieler soll sich für die Klubs auch finanziell lohnen, dies dank dem neuen Konzept des Nachwuchsförderungssystems
«Effizenzkriterien». 35 junge Spieler haben bisher bereits für ihren Verein gepunktet. Doch abgerechnet wird Ende Saison, in einer einzigen Kategorie – Raiffeisen Super League und Brack.ch Challenge League zusammen. Insgesamt werden dann 750’000 Franken ausgeschüttet. Die Bemühungen der Vereine werden ab der Saison 2017/18 noch besser belohnt: Die Gesamtdotation steigt dann auf 1 Million Franken.
Geschrieben vondb/es