Positive Sicherheitslage: Prävention beibehalten, Einzeltäter konsequent verfolgen
10. März 2026
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Die Daten des GSLS-Reportings zeigen, dass die Anzahl der Begegnungen ohne gewalttätige Ereignisse in der ersten Saisonhälfte markant gestiegen ist, während schwere Vorfälle insgesamt rückläufig sind. Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei der Bewertung der Spiele: Von insgesamt 205 bewerteten Partien in der Brack Super League und der dieci Challenge League wurden 159 als «grün» eingestuft – gegenüber 139 im Vergleichszeitraum.
Konsequente Verfolgung von Einzeltätern
Trotz dieser positiven Gesamtentwicklung bleibt klar: Jede Art von Gewalt im Umfeld von Fussballspielen ist inakzeptabel. Die SFL bekräftigt deshalb ihre Haltung, die konsequente Einzeltäterverfolgung weiter zu verstärken. Die strafrechtliche Ahndung von Gewalttätern ist wirksamer und geniesst höhere Akzeptanz als pauschale Sanktionen gegen ganze Fangruppen.
In diesem Zusammenhang unterstützt die SFL auch das vom Bundesrat zur Annahme empfohlene und vom Ständerat angenommene Postulat zur Frage, was es braucht, damit in der Schweiz nach Gewaltvorfällen in Stadien britische Verfahren umgesetzt werden können. Es soll abgeklärt werden, wie das Modell in Grossbritannien funktioniert und ob vorläufige Festnahmen auf 48 Stunden verlängert werden sollen, um schnellere Urteile fällen zu können.
Positives Beispiel aus Genf
Ein aktuelles Beispiel für die Einzeltäterverfolgung liefert der Kanton Genf: Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppierungen des Servette FC im Juli 2025 untersuchte die Kantonspolizei Genf den Vorfall über mehrere Monate und konnte die mutmasslich Beteiligten identifizieren. Gegen 24 Personen wurden Rayonverbote im Stadionumfeld von bis zu drei Jahren ausgesprochen, zudem wurden drei Meldepflichten während Spielen verhängt. Parallel dazu laufen strafrechtliche Verfahren wegen Raufhandels und Landfriedensbruchs.
Der Fall aus Genf zeigt exemplarisch, dass eine konsequente Identifikation und Sanktionierung von Einzeltätern möglich ist – und wirkt. Die Rechtsordnung wird mit Blick auf die öffentliche Sicherheit gezielt, wirksam und verhältnismässig durchgesetzt. Die SFL und ihre Klubs unterstützen die Behörden bei dieser anspruchsvollen Arbeit mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Keine Toleranz gegenüber Gewalt
Die SFL steht hinter diesen Massnahmen der Behörden und betont, dass Gewalt weder vor, während noch nach Fussballspielen toleriert wird. Die Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz hat im vergangenen Jahr weiter an Effektivität gewonnen und soll weiter ausgebaut werden, um die Identifikation und Sanktionierung von Gewalttätern weiter zu verbessern.
Gleichzeitig setzt die Liga konsequent auf Prävention und den konstruktiven Dialog mit Fangruppierungen, um das Stadionerlebnis für alle friedlichen Zuschauerinnen und Zuschauer positiv und sicher zu gestalten.
Die Kombination aus Prävention, Kooperation und konsequenter Einzeltäterverfolgung bildet weiterhin das Fundament der Sicherheitsstrategie im Schweizer Profifussball.


