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Inclusion League der SFL: Weiterentwicklung nach erfolgreicher Pilotphase

15. Apr. 2026

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SFL

Am 12. April 2026 fand im Stade de la Tuilière in Lausanne ein weiteres Turnier der Inclusion League der SFL statt. Die Swiss Football League organisierte den Spieltag gemeinsam mit der Football is More Foundation und dem Gastgeber FC Lausanne-Sport und führte damit den schrittweisen Aufbau dieses Angebots fort. Teams aus allen drei Sprachregionen der Schweiz waren vertreten.

Die Inclusion League richtet sich an Menschen mit Beeinträchtigung und bringt sie mit Spielenden ohne Beeinträchtigung zusammen. Ziel ist es, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe durch Sport und Sensibilisierung zu fördern sowie die körperliche, psychische und soziale Entwicklung aller Teilnehmenden zu stärken. Nach drei Pilotturnieren im Jahr 2025 wird das Konzept 2026 weitergeführt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Zusammenarbeit mit Klubs und Partnerorganisationen
Die Initiative wird in enger Zusammenarbeit mit den SFL-Klubs umgesetzt. Bisher haben 12 Teams teilgenommen, die entweder direkt zu SFL-Klubs gehören oder in engem Austausch mit diesen stehen. Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch Gastmannschaften aus der Schweiz sowie aus Deutschland und Österreich.

Die Turniere finden, wenn möglich, in unmittelbarer Nähe der Klubs statt. Das Beispiel Lausanne zeigt, wie bestehende Infrastrukturen optimal genutzt und gleichzeitig Sichtbarkeit sowie ein niederschwelliger Zugang geschaffen werden können.

Eine zentrale Rolle in der Umsetzung übernimmt die Football is More Foundation, die ihre langjährige Expertise im Bereich Inklusion im Fussball einbringt. Ergänzt wird die Zusammenarbeit durch Radio Blind Power:Deren Moderator:innen bieten bei Spielen der Brack Super League Audiodeskription an und übernehmen an den Turnieren jeweils die Moderation.

Turnierformat und Leitprinzip
Die Inclusion League setzt bewusst auf Turniertage statt auf einen klassischen Ligabetrieb. Dies bündelt Ressourcen, fördert Begegnungen und ermöglicht eine laufende Weiterentwicklung des Formats.

Die Initiative zielt darauf ab, Barrieren abzubauen und das Bewusstsein für die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung zu erhöhen. Gleichzeitig sollen möglichst viele Klubs befähigt werden, das Thema Inklusion regional aufzunehmen, eigene Teams aufzubauen und nachhaltige Angebote zu schaffen.

Sichtbarkeit und Impulse
Impulse aus dem Kluballtag zeigen die Richtung vor: Der Awareness Day des Grasshopper Club Zürich am 6. April 2026 hat verdeutlicht, dass Inklusion auch im Umfeld des Profifussballs ein fester Bestandteil sein kann. Wenn Inklusionsteams wie an diesem Anlass in Zürich in der Halbzeitpause vor grossem Publikum auftreten, wird das Bewusstsein für Vielfalt gestärkt und das Thema erhält zusätzliche Aufmerksamkeit.

Gleichzeitig zeigt die Inclusion League der SFL, dass erste Strukturen erfolgreich etabliert wurden und sich das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt – mit dem klaren Ziel, Inklusion langfristig im Schweizer Fussball zu verankern.