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Tradition trifft auf Rivalität

14. März 2025

BSL

Wenn der FC Basel auf die Young Boys trifft, steht mehr als nur ein Fussballspiel auf dem Programm – es ist ein Duell der Giganten, das die Schweizer Super League seit zwei Jahrzehnten prägt. Seit der Ligareform 2003 sind die beiden Traditionsklubs ununterbrochen erstklassig, bestreiten an diesem Sonntag ihr jeweils 782. Super League Spiel und liefern sich bereits zum 86. Mal das meistgespielte Duell der Super League Ära. Mit 34:28 Siegen und 140:133 Toren spricht die Bilanz noch für den FCB – doch der Trend der letzten Jahre sieht anders aus.

Basel jagt den nächsten Coup gegen YB
Zwar führt Basel historisch gesehen in der Direktbilanz, doch in den letzten Jahren dominierte YB. Inklusive Cup konnte der FCB nur zwei der letzten 19 Pflichtspiele gegen die Berner gewinnen – beide Male mit 1:0 zuhause in der Liga (20. Runde der Vorsaison, 9. Runde dieser Saison). Ansonsten holte YB elf Siege, sechs Partien endeten mit einem Unentschieden. Doch Basel hat gezeigt: Wenn ein Sieg gelingt, dann vor heimischer Kulisse.

Formkurve: YB mit Rückschlag, Basel mit Selbstvertrauen
Erstmals in dieser Saison geht YB als Tabellenfünfter in eine Runde. Seit Giorgio Contini das Traineramt übernahm, sammelten die Berner 17 Punkte aus neun Spielen – nur Servette (19) holte in diesem Zeitraum mehr. Basel steht mit 16 Punkten knapp dahinter und will sich mit einem Erfolg weiter nach oben arbeiten.

Offensivfeuerwerk garantiert?
Die Zuschauer dürfen sich auf ein intensives Offensivspektakel freuen. YB führt die Liga mit den meisten Abschlüssen an (460), während Basel mit 430 Abschlüssen auf Platz zwei folgt. Doch während Basel diese Chancen effizient nutzt (56 Tore – Bestwert der Liga), rangiert YB mit 42 Treffern lediglich auf Platz sechs.

Torjäger im Fokus: Traoré und Bedia in Topform
Basels Bénie Traoré traf beim 1:1 in Luzern erstmals mit einem Weitschuss und erzielte bereits sein siebtes Saisontor. Der FCB kommt mit neun Weitschusstoren auf den Ligabestwert, Kapitän Xherdan Shaqiri allein erzielte vier davon.

Auf der anderen Seite stellte YBs Chris Bedia seine Joker-Qualitäten unter Beweis. Beim 3:0 gegen Lausanne schnürte er seinen siebten Doppelpack in der Super League – erstmals als Einwechselspieler. Mit 30 Toren in 60 Einsätzen (Gesamtbilanz in der Super League) trifft er im Schnitt in jedem zweiten Spiel und ist mit fünf Treffern seit seiner Rückkehr der treffsicherste Spieler der letzten Wochen.

Hitz gegen Keller: Duell der Reflexe
Mit Marwin Hitz und Marvin Keller stehen sich zwei der besten Keeper der Liga gegenüber. Hitz glänzt mit 78% Abwehrquote in 26 Einsätzen und sieben weissen Westen – nur FCZ-Keeper Yanick Brecher hat mehr (9). Keller überragt mit einer 84% Abwehrquote und einer Weisse-Weste-Quote von 40% (4/10), die ligaweit nur von Winterthurs Markus Kuster (43%) übertroffen wird.

Trainer-Bilanzen: Wer bricht seinen Negativlauf?
Fabio Celestini hat gegen kein anderes Team in der Super League Ära so viele Pflichtspiel-Niederlagen kassiert wie gegen YB (16). Doch auch Giorgio Contini hat seinen Angstgegner: 19-mal musste er sich dem FC Basel geschlagen geben – gegen keinen anderen Klub verlor er häufiger. In den direkten Duellen der beiden Trainer führt Contini mit 5:3 Siegen (vier Unentschieden).

Alle weiteren Informationen und Fakten zu den Spielen der 28. Runde der Credit Suisse Super League findest du im Matchcenter des jeweiligen Spiels: HIER