BSC Young Boys trennt sich von Rahmen - Magnin kehrt zurück
08. Okt. 2024
BSL
Patrick Rahmen kann dem schwachen Saisonstart in der Credit Suisse Super League mit 6 Punkten aus 9 Runden und dem aktuell 12. und letzten Tabellenplatz nicht standhalten. «Es ist uns sehr schwergefallen, Patrick Rahmen freizustellen», sagt Christoph Spycher, VR-Delegierter Sport. «Aber nach ausführlichen Gesprächen und Analysen sind wir zum Schluss gekommen, dass es einen Wechsel braucht. Unsere Lage als Tabellenletzter nach neun Runden ist höchst unerfreulich. Es geht darum, wieder in die Spur zu finden».
Sportchef Steve von Bergen sagt, die Trennung von Patrick Rahmen sei für alle schmerzhaft. «Patrick verdient als Mensch und Trainer unseren grössten Respekt. Leider haben wir es gemeinsam nicht geschafft, die sportlichen Erwartungen zu erfüllen. Es ist eine Tatsache, dass wir in der Meisterschaft bisher weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Wir haben in den letzten Wochen alles versucht, in dieser Konstellation die Trendwende zu schaffen. Aber es ist uns leider nicht gelungen».
«Ich war überzeugt, dass wir es gemeinsam schaffen können»
Patrick Rahmen sagt: «Die sportliche Situation in der Meisterschaft ist für uns sehr unbefriedigend. Ich war aber voller Energie und der vollen Überzeugung, dass wir es zusammen schaffen würden, uns aus dieser Situation zu befreien, zumal wir uns für die Champions League qualifiziert haben und im Schweizer Cup weiter dabei sind. Aber ich muss den Entscheid natürlich vollumfänglich akzeptieren. Ich möchte mich bei allen, die mich unterstützt und begleitet haben, herzlich bedanken, insbesondere beim Trainerstaff, bei der Mannschaft, allen Mitarbeitenden und den Fans, von denen ich grosse Wertschätzung zu spüren bekommen habe. Ich werde die schönen Momente in Erinnerung behalten – nicht nur die Qualifikation für die Champions League». Die Trennung von Patrick Rahmen hat zur Folge, dass auch sein Assistent Enrico Schirinzi freigestellt wird.
Interimistisch wird die Verantwortung für die erste Mannschaft wieder an Joël Magnin, den Trainer der U21, übergeben. Unter seiner Leitung wurde YB in der letzten Saison nach 10 Spielen (und 14 Punkten) Meister. «Wir sind überzeugt, dass es ihm gelingen wird, der Mannschaft wieder Vertrauen und Stabilität zu geben», so Christoph Spycher weiter. «In unserer Situation dürfen wir nicht über den Meistertitel reden, sondern müssen uns Schritt für Schritt aus dem Tief herausarbeiten. Allein das ist eine sehr grosse Herausforderung».


